Die wilde Geschichte des Pontiacs

Der Indianer ist eines der Markenzeichen von Pontiac - Foto von: © Dmitriy Kalinin - Fotolia.com

Der Indianer ist eines der Markenzeichen von Pontiac - Foto von: © Dmitriy Kalinin - Fotolia.com

Der Name Pontiac ruft bei Autofreunden viele Assoziationen hervor: sei es der Firebird mit dem gigantischen Phönix auf der Motorhaube, der Streamliner aus den 40er Jahren, der Pontiac GTO oder der Fiero – jedes dieser Modelle ist ein Teil amerikanischer Automobilgeschichte und Pontiac ist (nicht zuletzt dank K.I.T.T. aus Knight Rider) aus selbiger nicht mehr wegzudenken.

Die Anfänge

Alles begann in Pontiac, Michigan. Zwei konkurrierende Firmen (Pontiac Spring & Wagon Works und die Pontiac Buggy Company) brachten unabhängig voneinander im Jahr 1907 ihren jeweils ersten Wagen heraus. Knapp ein Jahr später taten sich die beiden Unternehmen unter dem Namen Oakland Motor Car Company zusammen, doch aufgrund wenig überzeugender Verkaufszahlen wurde die Mehrheit der Anteile bereits 1909 an General Motors verkauft.

Bis GM allerdings das erste Auto unter dem Namen Pontiac herausbrachte, sollte noch einige Zeit vergehen. 1926 stellte General Motors den ersten Pontiac 6-27 vor. Der Name Pontiac steht, neben der Ursprungsstadt der Marke, auch für einen revolutionären Indianer-Häuptling der in den 1760ern einen Aufstand gegen die Briten angeführt hatte. Dementsprechend präsent war das Bild eines Indianers auf sämtlichen Logos und Kühlerfiguren des 6-27. In den 30er und 40er Jahren wurden Pontiacs dank ihrer für damalige Verhältnisse luxuriöse Serienausstattung und eines unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnisses immer beliebter bei den amerikanischen Kunden.

Pontiacs Aufstieg

Modelle wie der Streamliner oder der 1949 vorgestellte Chieftain spiegeln die Erfolgsgeschichte wieder, die Pontiac in diesen Jahren erlebte. Dieser Erfolg war für General Motors Anlass den Versuch zu wagen die Marke zu erweitern – mit einer Serie von Pontiac-Sportwagen wie dem Le Mans oder dem Grand Prix. Keines dieser Modelle war allerdings im Stande vollends zu halten was der Name versprach, aber dank der starken Motoren und dem attraktiven Design wurden sie nichtsdestotrotz zum Erfolg.

Die Glanzzeit

Den absoluten Höhepunkt in Sachen Beliebtheit erlebte Pontiac ab den 60er Jahren mit der Einführung des GTO und (etwas später) dem Firebird mit dem ikonischen Phönix auf der Motorhaube – ein Bild das ironischerweise beim wohl bekanntesten Firebird Trans Am aller Zeiten, K.I.T.T. aus Knight Rider, fehlte.

Diese enorme Popularität sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein: die schwere Ölkrise in den 1970ern, gepaart mit sinkender Beliebtheit der neu-entwickelten Modelle, versetzte Pontiac einen schweren Schlag von der sich das Unternehmen bis zur Neustrukturierung von GM, der sie dann schlussendlich zum Opfer fiel, nicht mehr erholen sollte.

Nichtsdestotrotz war und ist Pontiac aus dem Amerika des 20. Jahrhunderts nicht mehr wegzudenken. Beinahe jede Dekade hatte ihren eigenen kultigen Pontiac. Egal ob Streamliner oder Fiero, GTO oder Firebird: Pontiac selbst mag nicht mehr existieren, doch der Kultstatus und die Erinnerungen bleiben.

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